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Feuerwehr fährt ab Mittwoch eng bebaute Bremer Wohnviertel ab

Damit die Hilfe in größter Not auch rechtzeitig ankommt

Innensenator Mäurer will Falschparkerinnen und Falschparker sensibilisieren

Auf Bitte von Innensenator Ulrich Mäurer wird die Bremer Feuerwehr in den kommenden Wochen mehrere eng bebaute Bremer Stadtteile systematisch abfahren. Dabei wird die Feuerwehr in Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes per Lasermessverfahren prüfen, ob Einsatzfahrzeuge im Falle einer Gefahrenlage an typischen Engstellen oder anderen problematischen Stellen in den Straßen noch zum Einsatzort hindurchkommen können. Innensenator Mäurer. "Im Zweifel wird die Feuerwehr nicht lange zögern und sich irgendwie ihren Weg freimachen, aber das kostet jedes Mal wertvolle Minuten; Zeit, die über Leben und Tod entscheiden kann. Zudem wird das falsch abgestellte Fahrzeug dabei schnell Schaden nehmen können." Um beides möglichst zu vermeiden, brauche es dringend ein verändertes Bewusstsein bei den Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern. "Es muss ein absolutes Tabu sein, sein Auto beispielsweise auf schraffierten Flächen gegenüber Einmündungen abzustellen."

Feuerwehr und Innenbehörde gehen davon aus, dass zum Ende der Ferien abends wieder die allermeisten Bremerinnen und Bremer zu Hause sein werden. Aus diesem Grund wird die Aktion nicht vormittags, sondern ab 19 Uhr im Viertel beginnen. Falschparker werden an diesem Abend zunächst mit einem Hinweiszettel vorgewarnt. Wer seinen Wagen anschließend weiterhin zu Lasten der Sicherheit verkehrswidrig abstellt, muss jedoch damit rechnen, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsüberwachung eine Verwarnung zu bekommen. Dabei können in Abhängigkeit des jeweils festgestellten Verstoßes Kosten in Höhe zwischen zehn und 65 Euro auf den Einzelnen zukommen. In besonders schweren Fällen ist auch das Abschleppen des Fahrzeuges denkbar. Dafür fallen zusätzliche Kosten und Gebühren an, die je nach Tag und Uhrzeit zwischen 200 und 400 Euro variieren können. Ähnliche Aktionen hatte es auch schon in der Vergangenheit gegeben. Innensenator Mäurer: "Die Erfahrung zeigt uns, dass wir immer wieder für diese Art von Aha-Erlebnissen sorgen und dranbleiben müssen, bevor sich das Verhalten vieler Autofahrerinnen und Autofahrer nachhaltig ändern wird."