Hemken
Hemken – Tradition mit Zukunft im Bremer Viertel
Seit 1951 steht Hemken für feinen Kaffee und erlesene Teespezialitäten – eine feste Institution im Bremer Viertel. Gerhard Hemken, der das Familienunternehmen führt, setzt auf Qualität und Tradition. Doch die Zukunft ist gesichert: In den kommenden Jahren wird seine Tochter Sophie Renner das Geschäft übernehmen und in dritter Generation weiterführen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass der unverwechselbare Geschmack und die Handwerkskunst, für die Hemken bekannt ist, erhalten bleiben.
Was Hemken auszeichnet, ist die tiefe Verbindung zu den Menschen hinter den Produkten. „Unser Kaffee stammt von Kleinbauern und Kooperativen, die wir unterstützen, indem wir auf Direct Trade setzen. So stellen wir sicher, dass die Arbeit auf den Plantagen fair bezahlt wird und soziale Projekte vor Ort gefördert werden“, erklärt Gerhard Hemken. Der Weg von der Bohne zur Tasse beginnt also nicht erst im Laden, sondern auf den Feldern, wo Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit den ersten Schritt ausmachen.
Seit 1972 hat sich auch das Teesortiment bei Hemken stetig erweitert, und heute bietet der Laden eine breite Palette von sorgfältig ausgewählten Tees und Accessoires. „Wir bieten Produkte, die mit Herz und Verstand ausgewählt wurden, damit jede/r unsere Leidenschaft für guten Geschmack teilen kann“, sagt Gerhard.
Die Geschichte von Hemken ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. In den 1960er und 70er Jahren erlebte der Bremer Kaffeemarkt einen massiven Einbruch. „Viele Firmen konnten den Niedrigpreisen der Discounter nicht standhalten und mussten schließen. Wir haben diese Zeit überlebt, weil wir immer auf Qualität gesetzt haben – und auf unsere treuen Kundinnen und Kunden, die das zu schätzen wissen“, erinnert sich Gerhard.
Heute ist Hemken die älteste noch bestehende Kaffeerösterei im Bremer Viertel. „Wir rösten jeden Tag frisch und bieten unseren Kundinnen und Kunden das Besondere: regional, handwerklich und mit Liebe hergestellt“, sagt Sophie Renner. Besonders stolz ist das Team auf ihren Espresso Classic, der zu den beliebtesten Produkten gehört.
Doch auch in der Gegenwart gibt es neue Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Lieferengpässe erschweren das Geschäft. Dennoch blickt Sophie optimistisch in die Zukunft: „Wir setzen auf Qualität, persönlichen Kontakt und die Werte, die uns in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gemacht haben.“
Ihr Rat an die Gesellschaft und an zukünftige Gründer:innen? „Durchhalten und Durststrecken überwinden. Lieber ein kleineres, fokussiertes Sortiment anbieten, das man mit Fachwissen verkaufen kann, anstatt sich zu breit aufzustellen.“